Servertausch

Es fing ganz harmlos an: mein Testserver - auf dem ein EIS-Linux läuft - ist abgestürzt. Dabei wurde das Dateisystem beschädigt, so dass ich dies erstmal mit fschk reparieren musste. Dabei zeigten sich einige Defekte und das gleich auf zwei Platten. Na gut, die beiden 40GB-Platten waren immerhin schon 7 Jahre alt. Ein Ersatz war schnell gefunden und die Partitionen der beiden alten Platten habe ich dann mit SystemRescueCD auf die neue Platte kopiert.

Dieses SystemRescueCD ist wirklich eine feine Sache: auf eine bootfähige CD-ROM gebrannt hat man eine Toolsammlung die unter einem Linux-System läuft und alles mitbringt, was man zum Reparieren eines PCs und dem Wiederherstellen oder Umkopieren von Daten braucht. Es diverse System-Tools (z.B. parted, partimage, fstools) und nützliche Basic-Tools (Editoren, midnight commander, Netzwerk Tools). Die Handhabung ist wirklich einfach: CD-ROM booten und das gewünschte Tool starten. Der verwendete Linux-Kerne unterstützt fast alle wichtigen Dateisysteme: ext2/ext3, reiserfs, reiser4, xfs, jfs, vfat, ntfs, iso9660, und außerdem die Netzwerk-Filesysteme Samba und NFS.

Zum Schluss musste ich noch den Bootmanager neu einrichten und fertig... dachte ich. Aber dann kam die nächste böse Überraschung: der Server wollte nicht mehr booten. Nach dem Einschalten blieb der Bildschirm entweder schwarz oder die Kiste hängte sich auf, als sie nach dem Erkennen der Festplatten booten wollte. Die Festplatte und die Kabel waren jedoch in Ordnung - was ein Einbau in einen anderen Rechner schnell zeigte. Der Übeltäter war das Board: fast die Hälfte der Elkos, genau zwölf Stück, waren defekt - leicht zu erkennen und der aufgewölbten Oberseite. Bei zweien war sogar Elektroly ausgetreten. Kein Wunder, wenn da nix mehr ging.

Nun gut, also musste ein neuer Rechner her. Schnell war ein gebrauchter P4 besorgt und nach dem Umzug der noch verwertbaren Hardware und dem Einbau der Platten war der Schaden wieder behoben.

Das die Festplatten nach sieben Jahren den Geist aufgegeben haben, kann ich ja noch einsehen. Aber das reihenweise die Elkos hopps gegangen sind empfinde ich schon als ärgerlich. Da wurden ein paar Cent bei der Produktion gespart (und das keineswegs bei einem Billigstboard, es war ein ABIT K7 RAID) und der Ärger ist immens.

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